MRTWie funktioniert MRT?
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Ein Prinzip der MRT ist, dass einer Gruppe in einer deutlichen Startphase Fähigkeiten von Männern mit Erfahrung übertragen werden. Die Start oder Anleitungsphase für eine neue MRT Gruppe (8-12 Männer) umfasst in der Regel zwei Wochenenden, d.h. insgesamt 10-12 Sitzungen a 3 Stunden. An diesem Wochenende versuchen 2-3 MRT Erfahrene in der Gruppe die wichtigsten Bestandteile des MRT Konzeptes in Theorie und Praxis zu vermitteln. Diese Anleitung ist prinzipiell kostenlos (ausser möglicherweise anfallende Fahrtkosten). Die Teilnehmer nehmen sich vor, später selbst eine Gruppe anzuleiten oder etwas anderes für das Weitertragen des MRT Gedankens zu tun, so dass MRT nach dem Selbsthilfegedanken weitergegeben wird. Für eine lebendige und möglichst gleichberechtigte Anleitung ist es wichtig, dass sich die Anleiter auch als Person einbringen. D.h., sie nehmen an den meisten Übungen und Ritualen teil, können Arbeitszeit (s.u.) nehmen, bringen ihre Gefühle mit ein. Sie sind keine von der Gruppe abgehobenen "Therapeuten", sondern an diesen Wochenenden Teil der Gruppe, allerdings mit Leitungsfunktion.

Nach der Anleitungsphase leiten jeweils zwei Männer aus der Gruppe die Sitzung. Da jeder Teilnehmer abwechselnd "Leitungs- oder Klientenposition" übernimmt, wird strukturelle Hierarchie vermieden (zwischen TherapeutIn/Klientln).

Jeder Gruppe wird nach einigen Monaten noch ein "Vertiefungswochenende" zum Thema Co Counseling angeboten. Es gibt eine relativ feste Struktur mit bestimmten Runden, mit der an jedem Abend gearbeitet wird. Der Aufbau gliedert sich wie folgt:

  • Blitzlicht: Es wird von allen beschrieben, wie sie sich in diesem Moment fühlen.
  • Gutes und Neues: Um aufmerksam für das Positive in unserem Leben zu werden, erzählt jeder Mann kurz, was er in der letzten Woche Gutes und Neues erlebt hat.
  • Orga: Organisatorisches, Vereibarungen zur Leitung, Termine ...
  • Pause mit oder auch ohne Essen
  • Körperübungen, Spiele
  • Arbeitszeit: In den einzelnen Arbeitszeiten haben die Männer die volle Aufmerksamkeit der ganzen Gruppe. Sie wählen sich einen Mann zur Unterstützung und arbeiten an ihren aktuellen Themen.
  • Gespinsterunde: Gedanken über Männer aus der Gruppe werden geäussert, um Beziehungen zu klären, eigene Projektionen aufzudecken und die Intuition zu schulen.
  • Grollrunde: Ärger, Wut und Irritation über andere in der Gruppe sollen bewusst werden, ausgesprochen und entladen werden.
  • Schmuserunde: In der Schmuserunde können alle, die möchten, Anerkennung geben, bekommen, ablehnen, fordern und auch sich selber geben.
Ob und wie diese Elemente eingesetzt werden, entscheidet jede Gruppe für sich, bzw. die jeweilige Leitung einer Sitzung in ihrer Vorbereitung.

Zwischen diesen festen Runden gibt es auch Zeit für Körperarbeit, Massagen, Spiele, Phantasiereisen, Tanzen, Yoga u.ä. Teilweise wird auch themenbezogen gearbeitet, z.B. einen Abend über Sexualität, Trennung, Vaterschaft, Eltern, etc...